Europäische Pfarrer- und Predigerkonferenz 2018

Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, welche an ihn glauben; denn der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war.

Johannes 7:38-39


Zusammenfassung

Wir sind Gott dankbar, dass wir mit über 300 Teilnehmern aus verschiedensten Ländern Europas die 9. europäische Predigerkonferenz durchführen konnten. Es war ein Segen zu sehen, wie Gott einen jeden Redner ausrüstete, um durch seinen Vortrag den Teilnehmern der Konferenz wichtige Anliegen vor Augen zu malen.

Hinweis: Die Reihenfolge der Zusammenfassung entsprechen der Vortragsreihenfolge

Sämtliche Vorträge waren gesegnete Beiträge unabhängig von der Länge der untenstehenden Kurzbeschreibung. Die Vorträge können in den verschiedenen Sprachen Opens internal link in current windowhier angehört, resp. heruntergeladen werden.


Missionar Erlo Stegen

Friedel Stegen grüsst alle Teilnehmer der diesjährigen Pfarrkonferenz mit dem Ostergruss: „Jesus lebt“.

Eine Predigt seines verhinderten Bruders, Erlo Stegen, zum Thema „Ströme lebendigen Wassers“ wird vorgelesen.

Jesus trat mit seinem Ruf an die Öffentlichkeit, obwohl viele Menschen ihn töten wollten. Das hat Jesus nicht mehr zurückgehalten, denn er wollte auf jeden Fall, dass sein Ruf gehört wird. Als ich selbst um das Wirken Gottes gerungen habe, berührten mich die Worte Jesu aus Johannes 4, die er zur Samariterin am Jakobsbrunnen sprach, sehr stark: Das Wasser, das Jesus zu geben hat, wird in ihr zu einer Quelle, die bis in das ewige Leben fliesst … Danach verlangte ich, denn mein geistliches Leben war ein ständiges Zum-Brunnen-gehen, um neu zu schöpfen.

Mir wurden Hindernisse auf dem Weg zur Erweckung offenbart. Gott hat die Fülle für uns bereit und möchte sie durch uns fliessen lassen. Unser Leben muss mit Gott geordnet sein. Wir haben uns konsequent von allem zu trennen, was dem Herrn nicht gefällt. Sonst können die Ströme nicht fliessen. Gott möchte die Ströme schenken, wir müssen nicht darum bitten. Bitte Gott aber, dir zu zeigen, was die Ströme in deinem Leben hindert.

Prof. Stuart Burgess

Nach meiner Überzeugung gibt es keinen Widerspruch zwischen Bibel und Wissenschaft – im Gegenteil, die Erkenntnisse der Wissenschaft bestätigen die Wahrheiten der Bibel und unterstreichen ihre Bedeutung.

Gott ist der grosse Versorger unserer Welt – er ist der vollkommene Designer. Die Ströme lebendigen Wassers sind ein Bild dafür, dass Gottes Mass der „Überfluss“ ist.
10 Eigenschaften der Erde wurden dargestellt, um zu verdeutlichen, dass unser Schöpfer diese Erde perfekt auf den Menschen abgestimmt hat.
„Überfluss“ ist in so vielen Elementen der Erde zu erkennen (1. Tim. 6,7), dass wir ihn als ein Merkmal des göttlichen Charakters bezeichnen können.
Hiob 9,10 – „Gott tut Wunder im Überfluss“

Römer 5,20 – „Gott gibt Gnade im Überfluss“


Pastor Roland Hirschler

Text: Jeremia 2,1-13

Von zentraler Bedeutung für unseren Dienst ist die erste Liebe zu Jesus. So wie unsere Liebe zum Herrn im Dienst erkalten kann, so kann das auch in einer Ehe geschehen. Besonders dann, wenn sie nicht „Bund-“, sondern „Erfahrungs-“orientiert ist, lässt die Liebe in schwierigen Zeiten oft nach. Weil Gottes Liebe zu uns Menschen unverändert bleibt, hält Gott seinem Volk die Untreue vor und erklärt: „Kehrt um zu mir, denn so kommt ihr nicht weiter!“ Sobald sich der Mensch mit Nichtigem begnügt (Zisterne statt Quelle), wird er zunichte.

Die Quelle zu verlassen, bedeutet immer Zielverfehlung. Die Zisterne steht für stagnierendes Wasser. Ist die Zisterne dann auch noch löchrig, verliert der Mensch, was er zu haben glaubt. Es ist die Folge des satanischen Betruges.

Gott selbst darf als Quelle von uns eine Antwort erwarten auf die Frage: „Hast du mich lieb?“ Seine Liebe zu uns ist die Kraft, die uns an das Ziel bringen wird.

Dr. Raymond Hausoul

Text: Johannes 7,37-38

„Lebendiges Wasser aus dem Inneren“

Jesus spricht diese Worte während gottesdienstlichen Handlungen der Juden. Das Thema „Wasser“ ist in der Bibel immer wieder Gegenstand von geistlichen Bildern.

Zu der Zeit war es üblich, dass die Juden Wasser aus dem Teich Siloah schöpften und es in Krügen zum Tempel trugen, wo sie es ausschütteten. Dabei sangen sie die Worte aus Jesaja 12,2-6 (das Loblied der Gerechten). Jesus weitet nun den Blick von der Tradition weg aus auf das lebendige Wirken Gottes. Die Absicht Jesu: Der Mensch selbst soll jetzt zum Gegenstand des Wirkens Gottes werden, das Wasser soll nicht nur aus Kannen gegossen werden.

Das Königreich Gottes wird aus vier verschiedenen Perspektiven dargestellt und erläutert.


Dr. John Glass

3 Merkmale effektiver Evangelisation:

1 Bibelvers, 5 Minuten Zeit, etwas Mut

Dr. Glass erzählt seine persönliche Geschichte der Umkehr zu Jesus, während er als junger Mensch in Indien auf der Suche nach dem Sinn seines eigenen Lebens war.

Anschliessend legt Dr. Glass die Geschichte aus Apg. 8 aus, in der Gott den Philippus in die Wüste führt, um dort den äthiopischen Kämmerer zum Glauben an Jesus Christus zu führen und ihn zu taufen.

Pastor Jacques Tchoghandjian

Text: Hesekiel 47,1-12

Hineintreten in das Wirken Gottes, das ist unser Auftrag. Nicht nur eine Vision sehen. Das Leben bringende Wasser floss aus dem Tempel des Leibes Christi, aus seiner Seite floss am Kreuz „Blut und Wasser“. Das Volk erhielt in der Wüste Wasser aus dem Felsen, der Christus war und blieb so am Leben. Blut ermöglicht die Reinigung des Sünders, Wasser steht für den Geist Gottes. So wird unser Text zu einem Bild, das auf Christus weist.

Das tiefere Eintreten in den Strom steht für den normalen geistlichen Prozess des Wachstums. Neue Erkenntnisse, reif werden im Glauben aus der andauernden Gemeinschaft mit Gott. Dieses Fortschreiten widerspricht einer geistlichen Lethargie und Gleichgültigkeit. Es ist nicht der Wille Gottes, dass seine Kinder „geistliche Babies“ bleiben. Ein Seelenretter für Jesus zu sein, ist der reife Zustand eines Menschen, der bis zu den Lenden im Wasser steht.


Pfarrer Hansjürg Stückelberger

Verführerische Ideologien aus der Entwicklung Europas werden in kulturellem und zeitlichem Zusammenhang dargestellt und im Licht der biblischen Wahrheit als zerstörerisch entlarvt.

Weil hinter diesen Ideologien letztendlich der Teufel selber steht, sind wir aufgefordert, für die Wahrheit, die sich in der Person Jesu Christi offenbart, aufzustehen. Dabei müssen wir nicht Verstand und Gefühl gegeneinander ausspielen. Mit dem Verstand nehmen wir unsere Umgebung wahr. Wir müssen uns im Klaren sein, Gott selbst ist Ursprung des Verstandes, denn Christus ist das logos. Neben der Beobachtungsgabe verleiht Gott uns auch die Fähigkeit ihn zu erkennen. Auch die Offenbarung Gottes kann der Mensch erkennen, dazu verwendet Gott die „Logik der Liebe“. Es entspricht dem Wesen Gottes, meine Rettung zu erwirken. Deshalb muss der Mensch nicht aufhören zu denken, um Gott zu erkennen.
Demokratie ist das Resultat des christlichen Menschenbildes. Die heutige Demokratie hat aber eine ganz andere Form, denn die Gewaltenteilung ist eine Staatsordnung, die aus dem christlichen Verständnis hervorgegangen ist. Sie weiss nämlich um die Anfechtbarkeit der menschlichen Natur.

Als Motivation an die Verkündiger noch ein Gedanke – auch die Feinde Gottes stehen letztlich unter dem Willen Gottes. So wurden z.B. die Soldaten, die das Grab Jesu zu bewachen hatten, Zeugen der realen Auferstehung Jesu. Die Feinde Gottes müssen schlussendlich tun, was Gott beschlossen hat. Dies wurde unterstrichen durch Bezüge zur Gründung des Staates Israel und Führungen Gottes durch die Reformation.

Missionar Michel Varton

Es war das Vermächtnis des grossen Hirten Paulus, er sprach vom Wirken des Heiligen Geistes und forderte Timotheus auf, die Gnadengabe Gottes anzufachen.

„…leide mit für das Evangelium“. Paulus leidet im Gefängnis um seines Glaubens willen. Unterschiedliche Formen der Verfolgung waren sozusagen das Brandmahl auf dem Dienst des Paulus.
Fünf verschiedene Wellen der Verfolgung, die über die Gemeinde Jesu kamen, werden vom Redner unterschieden und eingeordnet.
Verschiedene Regionen der weltweiten Verfolgung von Christen werden durch den Redner vorgestellt. An den beiden Ländern „Indien“ und „China“ wird die Verfolgung der Gemeinde vor Augen geführt. Ausgehend von diesen Beispielen werden Brandherde der weltweiten Christenverfolgung an aktuellen Beispielen vorgestellt.

Die Worte von Paulus aus den Timotheus Briefen sind in vielen Ländern keine Theorie. Sie erleben leibhaftig, was Verfolgung bedeutet. Wir Christen im Westen brauchen die Berichte der verfolgten Gemeinden, weil die Verfolgung den Kampf der Gemeinde in ein neues Licht stellt. Uns wird oft versprochen, wenn wir Christen werden, haben wir Vergebung, Frieden und ein ruhiges Leben. Wenig hören wir davon, dass Christwerden einer Kriegerklärung gleichkommt.

Zeugnisse von Menschen, die unter Verfolgung zu Jesus fanden, werden weitergegeben. In der verfolgten Gemeinde erkennen wir auch wieder ganz neu, welchen Wert die Bibel und die Gemeinschaft der Gotteskinder haben.

Verfolgung wirkt Einheit unter Christen und bringt uns unserem Heiland näher, denn der Jünger ist nicht über dem Meister.


Missionar Erlo Stegen

Friedel Stegen begrüsst und eröffnet mit Gebet.

Arno Stegen liest aus der Predigt von Erlo Stegen zum Thema „Das erweckte Leben“.

Jesaja 35: Dort wird von der Wüste geschrieben und welche Auswirkungen „Ströme lebendigen Wassers“ auf sie haben.

Das Bild des Propheten beschreibt das Leben einer geistgewirkten Erweckung. So erlebten wir es vor vielen Jahren in Südafrika. Die Kinder Gottes waren vor der Erweckung wie eine „Wüste“, keine Frucht war zu sehen. Sobald Gott aber ein / dein Leben erreicht –kann er alles verwandeln und das Böse, wie lästern, Sturheit, Kritik … hört auf. Zentral in diesem Kapitel ist Vers 8. Ein Kind Gottes, das dieses Leben nicht führt, macht ihm keine Ehre. In der Wüste schafft Gott einen gerechten, einen heiligen Weg.
Gottes Herrlichkeit wird in der Wüste sichtbar. Auf dem hohen Weg zu gehen, beschreibt das Leben eines erweckten Menschen. Du bist entweder ein erweckter oder ein toter Christ, egal welche Funktion du ausübst. Frage dich deshalb ganz ehrlich: Beschreibt dieses Bild mein Leben? Wenn deine Frau, Kinder und die Gemeinde nicht bezeugen können, dass dein Leben ein geheiligtes und erneuertes Leben ist, tue Busse und kehre um zu Gott. Wenn du umkehren möchtest, dann sprich mit einem Menschen, der selbst ein geheiligtes Leben führt. Lege dich heute nicht zur Ruhe, ehe du Busse getan hast, damit auch dein Leben die Wandlung von einer Wüste zu einem Garten erleben kann.

In Jesaja 40 sind wir aufgefordert, dem Herrn den Weg zu bereiten. Wir alle wünschen uns Gottes Segen in unserem Dienst. Wie sehr wollen wir auch, dass Gott in unseren Gemeinden Wunder wirken kann. Gott zeigt uns, wie seine Herrlichkeit ihren Weg in die Wüste finden kann. Gott selbst möchte sich in dieser Welt (die ja so verdorben ist) offenbaren – wir sind aufgefordert, diesen Weg zu bereiten.

Jede unerrettete Seele ist ein Bild der Wildnis. Lasst uns darum beten, dass wir tun, was der Herr von uns erwartet. Dann wird ein sichtbarer Unterschied entstehen und erkennbar sein – zwischen deinem Leben und dem Leben anderer Menschen, die Gott nicht kennen.

Gott wird unter uns wohnen, er hat uns die Möglichkeit gezeigt, ein Leben in der „Höhe“ zu leben. Ein Tal des Nicht-vergebens und viele andere Sünden wie der Zorn, ärgerlich werden mit den eigenen Kindern, Egoismus, die Liebe zum Geld usw. – das sind Sünden, von denen wir uns als Christen bekehren müssen. Berge stehen in diesem Zusammenhang als Bild für die Sünde des Stolzes. Der Stolz muss ausgelöscht werden, sei bereit dich zu demütigen. Werde bereit, der Geringste zu sein. Für einen Christen ist es nicht möglich, weltliche Dinge, die ihn von Gott trennen, in sich zu dulden. Was dich von Gott trennt – davon trenne du dich. Bekehre dich davon, heute. Liefere dich dann Gott aus und stelle dich ihm ganz zur Verfügung. Gehe keine Wege, auf denen du in irgendeiner Form Zweifel hegst. Die vier zentralen Punkte der Verkündigung des Erweckungspredigers, Evan Roberts, werden genannt.
Der göttliche hohe Weg ist schlussendlich der einfachere Weg – keine Hindernisse sind darauf. Jesus sagt: „Mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht“ – denn Jesus ist mit uns unter dem Joch auf der anderen Seite.

Wenn wir tun, was Gott uns gesagt hat, werden wir als erweckte Menschen leben und in unseren Ländern zum Segen sein.


Koordination Schweiz

Mission KwaSizabantu Schweiz

Hof Oberkirch 5

CH-8722 Kaltbrunn

Tel. +41 55 293 37 77

(Mo. - Fr. 08:00-12:00 und 14:00-17:00)

Email: info@kwasizabantu.ch

www.kwasizabantu.ch